Victor Hugo
VICTOR HUGO, der grosse französische Dichter, kam viermal nach Vianden. Im August 1862 entdeckte er bei einer Reise durch die Ardennen die grandiose Landschaft Viandens. Er kehrte 1863 zurück und die Viandener Musikgesellschaft brachte ihm ein Ständchen dar. Nach einer kurzen Durchreise im Jahre 1865, suchteVictor Hugo Asyl in Vianden, nach dem er am 30. Mai 1871 aus Belgien ausgewiesen worden war. Während sein Gefolge im Hotel Koch abstieg, richtete sich Victor Hugo im ersten Stock des Nachbarhauses, nebender Brücke, ein. Hier schrieb der Dichter einen Teil von "L'AnnéeTerrible", von seinem Fenster aus beobachtete er die mächtigeSilhouette der Burgruine und das bunte Treiben der Viandener Bevölkerung: "Vianden, in dieser herrlichen Landschaft gelegen,die einst ganz Europa besuchen wird, besteht aus zweierlei, gleichermassen ermutigend und eindrucksvoll: eine unheimliche Ruine und eine heitere Bevölkerung.
A m 14. Juli 1871 leitete Victor Hugo die Löscharbeiten zur Bekämpfung eines Grossbrandes, der in einer mit Stroh gedeckten Hauserreihe in der Unterstadt ausgebrochen war. In Abwesenheit desBürgermeisters, stellte der Dichter eine Eimerkette bis zum Fluss aufund reichte selbst Eimer weiter von Mitternacht bis zwei Uhr früh.
In Vianden hatte Victor Hugo eine neue Liebesgeschichte mit einer achtzehnjährigen Frau, Marie Mercier, der Gefährtin des Schlossers Maurice Garreau, der unter der Kommune Direktor desGefängnisses von Mazas war.
Am 11. August 1871 liess sich Victor Hugo in Vianden seinen ersten Zahn ziehen.
Das Victor Hugo Museeum in Vianden
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